Die Ringgröße für den Verlobungsring richtig ausmessen

Damit der Heiratsantrag ein voller Erfolg wird und nach dem heiß ersehnten „Ja“ nicht plötzlich ins Stocken gerät, heißt es gut vorbereitet sein. Nichts wäre tragischer, als wenn im entscheidenden Moment der Ring nicht auf den Finger passt oder gleich wieder runterrutscht. Sie könnte das als schlechtes Omen auffassen…

Wie misst man die Ringgröße richtig aus?

Jede Hand ist anders, einige sind schmal und feingliedrig, andere sehr kräftig oder auch rundlich. Ebenso ist die Form der Finger eine individuelle Angelegenheit. Zunächst sollte man sich überlegen, an welchen Finger der Ring soll. Üblicherweise wählt man für den Verlobungsring sowie für den anschließenden Ehering den Ringfinger. Es darf aber durchaus unkonventionell ein anderer Platz bevorzugt werden – dazu sollte sich das Paar allerdings genau absprechen.

In vielen Ländern ist es üblich, den Ring am Ringfinger der linken Hand zu tragen.

Hat man sich auf einen Finger festgelegt, geht es ans Messen. Dazu wird der Umfang oder der Durchmesser des Fingers zwischen Handknöcheln und unterem Gelenk bestimmt, quasi an der Fingerwurzel, eben da wo später der Ring sitzt. Es gibt dafür verschiedene Methoden:

  1. Mit einer Schnur: … die um den Finger gebunden wird. Beachten Sie, dass die Schnur nicht zu straff ist. Schließlich soll der Ring noch über das Gelenk passen, das bei vielen Menschen etwas dicker ist als die Fingerwurzel. Der Faden wird dann einfach an der Stelle abgeschnitten, wo er den Finger komplett umschließt. Nun können Sie das Stück Schnur problemlos mit einem Lineal ausmessen und erhalten den Wert für den Ringumfang. Alternativ können Sie einen Papierstreifen oder ein Stück Stoff um den Finger wickeln, um auf dieselbe Methode den Umfang zu ermitteln.
  2. Mit einem bereits vorhandenen Ring: .. der gut passt. Dieser sollte die gleich Form haben wie der neue Ring – Wölbungen nach Innen oder Außen beeinflussen das Messergebnis. Mit Hilfe eines Messschiebers können Sie nun den Innendurchmesser bestimmen. Den erhaltenen Wert multiplizieren Sie mit 3,14, was nun dem Innenumfang in cm entspricht bzw. damit auch der Ringgröße.
  3. Mit einer Schablone: … die als Download im Internet verfügbar ist oder die Sie sich – mit etwas Aufwand auch selbst basteln können. Dazu werden mehrere Ringgrößen aus dem Papier ausgeschnitten und Sie können mit Ihrem Finger ausprobieren, welche Option am Besten passt.
  4. Mit dem Juwelier Ihres Vertrauens: … geht es natürlich auch. Hier wird die Ringgröße durch ein professionelles Ringmaß ermittelt. Sie haben zudem auch gleich die Möglichkeit verschiedene Ring zu probieren, ob sich Gewicht und Größe gut anfühlen.
Sitzt der Ring perfekt, fühlt sich auch die Trägerin bzw. der Träger damit wohl.

Was muss bei der Ringgrößenbestimmung beachtet werden?

Wie schon erwähnt messen Sie an dem Finger, der später einmal den Ring tragen soll. Achten Sie darauf, dass selbst der linke und der rechte Ringfinger z.B. nicht immer gleich sind. Besondere Umstände wie Schwangerschaft, übermäßige Hitze, Krankheit oder Gewichtsschwankungen können außerdem die Messung verfälschen. Auch sind Ihre Finger mitunter abends dicker und angeschwollener als tagsüber. Soll Ihr Wunschring besonders breit werden, empfiehlt es sich eine Nummer größer zu bestellen. Breite Ringe haben am Fingergelenk wenig Spielraum und sind daher schwerer über den Finger zu streifen, im Vergleich zu schmalen Ringen.

Schmale Ringe lassen sich meistens leichter auf den Finger stecken und drücken auch weniger zwischen den Fingern links und rechts daneben.

Wie messe ich den Verlobungsring heimlich?

Knifflig wird es, wenn Ihnen direkt kein Finger zur Verfügung steht – sprich die Liebste nichts von dem Antrag erfahren soll. Planen Sie eine Überraschung gehört Diskretion dazu, mal eben heimlich im Schlaf eine Schnur um den Finger könnte da schon schwierig werden. Eventuell haben Sie Zugriff auf die Schmuckschatulle und können einen bereits passenden Ring ausmessen. Alternativ hilft bestimmt auch eine gute Freundin weiter, die mit ein wenig Geschick die Ringe für Sie ausmisst.

Sollten Sie damit auch nicht weiter kommen, bieten vielen Online-Juweliere die Möglichkeit an, mehrere Ringgrößen mit einmal zu bestellen. So haben Sie im Zweifelsfall gleich einen Plan B zur Hand. Achten Sie aber bitte darauf, dass gravierte Ringe in der Regel nicht zurück erstattet werden – dann lieber die Gravur nach der Verlobung ergänzen.

Fotos: © Fotolia/ Vladimir Sazonov, Fotolia/ ArtFamily, ringe.de

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