Versicherung für Eheringe

Bei vielen Gegenständen aus unserem Leben gehen wir gern auf Nummer sicher: Autos, Handys, Haushalt – aber haben Sie auch Ihren Ehering versichert? Immer öfter schließen nun Ehepaare eine Versicherung für ihre Ringe ab. Die Angst, dass das gute Stück verloren gehen könnte und auch die sehr hohen Anschaffungskosten sind für viele ein Grund solche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.
Versicherungsmöglichkeiten für Ringe

Die beliebteste Form der Ringversicherung ist ein spezieller Zusatz, der in einer bereits bestehenden Hausratversicherung integriert wird. In Rücksprache mit der Versicherung wird in einem Erweiterungsvertrag eine Klausel beigefügt, die explizit den Ring versichert. Ohne diese Erweiterung ist Schmuck in der Hausratversicherung nur bis zu einer bestimmten Deckungssumme versichert, teilweise auch mit Selbstbeteiligung.

Die Hausratversicherung deckt zum Beispiel bei Diebstahl oder Zerstörung durch Feuer, Wasser und Sturm den vollen Wiederbeschaffungswert ab. Deshalb: Unbedingt den Kaufbeleg bzw. die Quittung aufbewahren. In der aufgesetzten Zusatzvereinbarung können außerdem gleich Angaben wie Wert, Foto und Besonderheiten hinterlegt werden – für den Fall, dass der Kaufnachweise ebenfalls verloren geht. Dies macht auch besonders dann Sinn, wenn es sich um ein wertvolles Erbstück handelt, bei dem keine Rechnungen oder Belege mehr vorhanden sind. Dann gilt es den Ring bzw. die Ringe exakt zu beschreiben:

  • Anzahl
  • für Edelsteine: Maße, Qualität (Schliff, Farbe, Gewicht, Reinheit)
  • für Diamanten: unbedingt das Echtheitszertifikat hinterlegen
  • Legierung der verwendeten Metalle, z.B. 925er Silber oder 585er Weißgold etc.
  • Ringgröße
  • Gravur
  • Fotos vom Ring, den Steinen sowie der Metall-Signatur und Gravur
  • Besonderheiten wie z.b. bereits sichtbare Kratzer, Beschädigungen
  • geschätzter Wert durch einen anerkannten Gutachter
Um den Ring eindeutig zu identifizieren, ist jedes Detail wichtig.

Möchten Sie Ihren Ring zusätzlich vor Verlust oder Beschädigung durch Personen absichern, empfiehlt sich dazu eine Wertsachenversicherung. Je nach eingezahlter Prämie wird eine andere Versicherungssumme berechnet. Unabhängige Versicherungsmakler können hierbei beratend helfen, welche Konditionen sich speziell für Ihren Ring lohnen.

Bei einigen Agenturen wird dies unter dem Begriff Gegenstandsversicherung angeboten. Außer Ringen werden so z.B. Instrumente, Schmuck, Sportgeräte, Elektronik und mehr versichert. Sogar wenn Sie selbst den Schaden beifügen – quasi eine Vollkasko für Ihren Ring.

Für Verlobungsringe und Eheringe, die noch nicht im Einsatz sind, bietet sich die sogenannte Hochzeitsversicherung an. Diese dient dazu, den Verlust der Ringe bis zur Hochzeit zu versichern.

Auch für Heiratswillige gibt es Möglichkeiten den Verlobungsring zu versichern.

Ab wann lohnt sich eine Ringversicherung?

Prinzipiell ist der emotionale Wert Ihrer Ringe natürlich unersetzbar, geschweige denn nicht mit Geld aufzuwiegen. Der materielle Wert dagegen kann durchaus ausschlaggebend sein, warum sich immer mehr Paare für eine Versicherung ihrer Ringe entscheiden.

Anschaffungskosten im vierstelligen Bereich und darüber hinaus sind allemal Grund genug für eine Zusatzversicherung, die z.B. als Ergänzung zur Hausratversicherung kaum Mehrkosten bedeutet. Insbesondere wenn hochkarätige Metalle, Steine und Diamanten mit von der Partie sind, zahlt sich eine Versicherung im Zweifelsfall immer aus.

Aber auch betroffene Risikogruppen, die von vornherein ahnen, dass ihr Ring lieber versichert werden sollte, schließen gerne entsprechende Verträge ab. Arbeiten Sie mit Maschinen, Chemikalien oder sind sehr viel unterwegs, ist der Ring häufiger als üblich gewissen Risiken ausgesetzt. Und ihn immer daheim zu verwahren ist letztlich auch keine schöne Lösung. Man möchte das Symbol, das einem mit dem geliebten Partner verbindet, schließlich gerne bei sich tragen und zeigen.

Fotos: © Fotolia/ pdsdesign1, ringe.de, Fotolia/ Drobot Dean

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