Gelungene Investition? Ringe und Edelsteine als Geldanlage

Inflation, fallende Aktienkurse, Wertverlust des Geldes – immer öfter entscheiden sich Familien dazu, in ihre Eheringe bzw. Verlobungsringe als Geldanlage und Erbstücke zu investieren. Und das macht sehr wohl Sinn: Metalle und Edelsteine sind bei guter Pflege äußerst lange haltbar, haben kaum Verschleiß und lassen sich im Notfall jederzeit in Geld umwandeln.

Nur Echtschmuck ist wertbeständig

Bevor Sie Ihren Ring mit den strahlenden Augen eines Investors betrachten, gibt es zunächst beim Kauf ein paar Dinge zu beachten. Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin, Carbon und andere gelten als vermeintlich wertbeständige Geldanlage. Insbesondere wenn sie mit hochkarätigen Diamanten bestückt sind. Doch kommt es auf die genauen Beschaffenheiten an.

Bei den Metallen bedeutet dies, welche Legierung sie haben. Handelt es sich um 333er oder um 750er Gold? Je höher die Karatzahl, desto reiner das Metall. Und umso wertvoller und beständiger. Gleiches gilt für Edelsteine. Zirkonia lohnt sich als Investition nicht wirklich, ein echter Diamant, mit entsprechendem Gewicht, ohne viele Einschlüsse und Farbstiche sowie einem qualitativen Schliff wird sich immer reinvestieren.

Echte Diamanten sind besonders wertbeständig.

Was sind momentan die Trends?

In den vergangenen 5 Jahren sind z.B. die Preise für Gold und Silber stetig leicht gestiegen, wobei Silber ohnehin nur recht niedrige Preise erzielt und sich als Investition kaum lohnt. Für den Vermögensaufbau ist zudem ein breitgefächertes Portfolio ratsam, um die Risiken minimal zu halten. Dabei würden die Ringe nur einen Teil Ihrer Geldanlage ausmachen und vor allem durch ihre Wertbeständigkeit punkten. Selbst die Experten sind sich nicht ganz einig, wie die Kursschwankungen die nächsten Jahre verlaufen werden. Je nach Angebot und Nachfrage lassen sich derzeit bestimmte Trends am Markt beobachten.

Aktuell sind Gold, Platin und Edelsteine sehr gefragt. Dies beinhaltet auch Weißgold und Roségold. Bei den Edelsteinen sind Diamanten stets eine sehr begehrte Investition, ebenso Rubine, Saphire und Smaragde. Je reiner und seltener – desto wertvoller.

Dennoch sollten Sie auf Kursschwankungen achten, bevor Sie Ihr Kapital an Ringe binden. Auf der anderen Seite können Sie sehr flexibel Ringe beim Juwelier oder Goldschmied wieder verkaufen. Bewahren Sie immer Kaufbelege, Gutachten und Zertifikate zu den Ringen, um diese eindeutig zu identifizieren.

Parallel macht unter Umständen eine Ringversicherung Sinn, um bei Verlust oder Beschädigung auf der sicheren Seite zu sein und den Wiederbeschaffungswert ersetzt zu bekommen.

Schützen Sie Ihr Kapital und Ihre Ringe.

Ringe als Erbstücke

Die besonders edlen und reinen Ringe sind zwar sehr wertbeständig – aber im Vergleich zu anderen Kapitalanlagen haben sie weniger Möglichkeiten zur Gewinnsteigerung. Haben Sie in Ihrem Besitz einen vererbten Ring, der noch prima erhalten ist, wird er womöglich geringfügig mehr Wert haben als vor 10 Jahren.

Ringe haben als Erbstücke eher einen emotionalen Wert – unersetzbar für Sie persönlich, aber kaum in Geld aufzuwiegen. Handelt es sich jedoch um ein Exemplar mit sehr seltenem Design oder einer besonderen Herkunft könnte mehr dahinter stecken. Ein offizielles Gutachten vermittelt Ihnen eine genauere Wertschätzung. Diese Beglaubigungen sind ebenfalls vor Gericht zulässig – z.B. bei Testamentstreitigkeiten.

Fotos: © Fotolia/ psdesign1, Fotolia/ ikonacolor, Fotolia/ ringe.de

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