Die richtige Pflege für Ringe und Schmuck

Frisch gekauft glänzen und strahlen Ringe so rein, dass man sich kaum wagt, sie im Alltag zu tragen. Besorgt um das edle Stück werden nur spezielle Anlässe gewählt, an denen man zum Beispiel den neuen Verlobungsring präsentiert, bevor er im Anschluss wieder – sicher verpackt – in der Schmuckschatulle landet. Doch nach und nach gewöhnt man sich an das Tragen des Rings sowie an das herrlich überwältigende Gefühl verlobt zu sein.

Ringe werden im Alltag besonders vielen Strapazen ausgesetzt

Anders als Ketten, Ohrringe oder Piercings müssen Ringe im besonderen Maße äußerliche Einwirkungen ertragen. Da sie sich direkt an der Hand befinden, machen sie auch jede Bewegung mit. Vom Händeschütteln zur Begrüßung über Begegnungen mit anderen Gegenständen in der Jackentasche bis hin zum Abwasch inklusive Spülmittel. Am Besten meidet man gewisse Risiken von vornherein und auch später im Alltag.

  1. Beim Duschen, Baden, Händewaschen und Putzen immer den Ring abnehmen. Vor allem Spülmittel, Shampoos und Duschbad enthalten oft Inhaltsstoffe mit saurem PH-Wert, wodurch das Metall an der Oberfläche angegriffen wird. Gleiches gilt für die Körperpflege danach: Haarlack, Cremes und Lotions greifen die Metalle auf Dauer an.
  2. Scharfkantige Gegenstände wie Schlüssel, Feuerzeuge und Ähnliches sollten aus den Hosen- und Jackentaschen entfernt werden, sobald die Hände drin stecken. Sie können kleine Kratzer verursachen, in denen sich wiederum weitere chemische Substanzen ablagern und reagieren.
  3. Den Ring auch beim Sport abnehmen. Schon allein wegen der Verletzungsgefahr, aber auch weil er durch die nassgeschwitzten Hände aus Versehen verloren gehen könnte. Zudem sind Aufpralle von Bällen oder das Zusammentreffen mit Sportgeräten weitere Strapazen für das Material.

Den Ring regelmäßig reinigen

So wie die Beziehung immer wieder gepflegt werden muss, so benötigen auch Verlobungsringe bzw. Eheringe regelmäßig Aufmerksamkeit. Meist genügt es die Oberfläche mit einem trockenen Mikrofasertuch zu polieren, um zum Beispiel Reste von Cremes, Essen oder Staub vorsichtig zu entfernen. Gegebenenfalls wird noch etwas lauwarmes Wasser benötigt.

Haben sich jedoch bereits Ablagerungen gebildet oder der Glanz hat im Laufe der Jahre nachgelassen, wird schon mehr nötig sein, um die einstige Pracht wieder herzustellen. Dabei sollte man genau darauf achten, aus welchem Metall der Ring gefertigt ist und den Schmuckstein, sei es nur ein Diamant oder ein farbiger Edelstein, möglichst schonen.

Für Goldschmuck kann man zum Beispiel eine angeschnittene Zwiebel verwenden und mit deren Saft die Oberfläche einreiben:
Oft liest man sogar, man solle Ringe mit Zahnbürste und Zahnpasta säubern – dies ist allerdings nicht sonderlich empfehlenswert. Denn auch die kleinen Borsten reiben am Metall und in Zahncreme werden häufig Schmirgelstücke eingesetzt, die den Zahnschmelz aufrauen sollen. Keine gute Idee für Ringschmuck. Außerdem sind es nicht immer Staub- und Schmutzablagerungen, die den Glanz trüben.

Speziell Silber neigt zu Verfärbungen. Das helle Grau wird mit der Zeit immer dunkler, es oxidiert nicht, es „sulfiert“ – so nennt man den Vorgang, wenn das Silber mit dem Schwefelwasserstoff aus der Luft reagiert. Hier gibt es ein paar wirklich gute Haushalt-Tipps zum Reinigen von Silber:

Wann sollte der Profi hinzugezogen werden?

Weitere Ringmetalle sind zum Beispiel Platin, Kupfer, Roségold, Weißgold und Titan. Richtig knifflig wird es dann aber erst, wenn der Ring bicolor oder sogar tricolor ist, sprich mehrere Metalle miteinander kombiniert wurden. Auch die Zusammensetzung der Legierung selbst ist entscheidend. Schließlich ist nicht alles Gold, was glänzt.

Auf Nummer sicher geht man in solchen Fällen mit einem Profi vom Fach. Juweliere verkaufen nicht nur Ringe, sie bereiten sie auch auf. Dazu gehört eine gründliche Reinigung und auf Wunsch Politur. Ein schöner Anlass und garantiert eine tolle Überraschung ist es, das gemeinsame Ringpaar zum Hochzeitstag richtig aufbereiten zu lassen. Viele nutzen dafür alle 10 Jahre die Gelegenheit, um ihrem Partner eine Freude zu machen und das Symbol ihrer Liebe wieder aufzupolieren. Damit erstrahlt letztlich auch die Beziehung in neuem Glanz.

Titelfoto: © Fotolia/ kai

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